Traditionen

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Natürlich ist Japan auch reich an zahlreichen Traditionen. Einige davon werden gerne als typisch japanisch beschrieben, andere liegen mit Sinn und Herkunft eher im Verborgenen. Davon handelt diese kurze Beschreibung.

Für Japan wichtige Traditionen

So gibt es nicht nur typische Sportarten, essentielle Formen der Begrüßung oder wichtige Tischmanieren. Vielmehr sind es aber die eher unbekannten Feinheiten im Gespräch oder auch im Umgang miteinander. Das geht vom morgendlichen Treffen im Aufzug los und führt über das Telefonieren im Büro bis hin zur Begrüßung oder dem Empfang von Gästen.
Es stimmt auch, dass die alle einen eigenen Beitrag wert sind.

Dennoch möchte ich diesmal eher etwas persönliches besprechen. Zudem noch der Jahreszeit hier in Japan angepasst.

Party-Traditionen “zum Vergessen”

Ähnlich den Tradition in westlichen und wohl auch in vielen anderen Ländern, gilt es auch in Japan das Schlechte „zu vergessen“. Soll sagen, im neuen Jahr wird einfach auch alles besser als im alten.

Auch dazu gibt es natürlich extra Partys. Zum einen privat, also mit meinen Freunden, zum anderen – und das ist sehr häufig der Fall mit der eigenen Firma.

Das täglich Einhalten aller Regeln und Vorschriften erfordert andererseits neben viel Disziplin auch viel Nerven. So muss den Kollegen (höher oder tiefer gestellt) aber auch dem Abteilungsleiter sowie dem Chef das ganze Jahr über entsprechend agiert werden. Nicht nur durch mein Benehmen, sondern besonders durch meine Wortwahl drücke ich meinen notwendigen Respekt aus.

Das ist nicht nur für Ausländer eine enorme Aufgabe, sondern auch für Japaner selbst. Hier staut sich dann auch das Jahr über der ein oder andere Frust an.

Tabubruch

Eine lockere Party löst aber dann genau diese Schranken. Diese kann bei Firmen in den eigenen Räumen stattfinden. I.d.R. aber sind typisch japanische Kneipen die Wahl der Stunde.

Man ist sich gegenseitig bewusst, dass hier auch Tabus gebrochen werden. Eben genau die Regeln, die das ganze Jahr über gelten. Es werden also Ventile geöffnet, wie es sonst nur bei wenigen Gelegenheiten möglich ist. Und das sogar ausdrücklich.

Äußere Symbole im Kleinen

Was mich immer wieder freut, sind auch die nach außen sichtbaren Symbole alltäglicher Traditionen. Viele Türen und Vorgärten von Privathäusern sind derzeit kunstvoll mit Kadomatsu verziert. Dies sind kunstvolle Gestecke aus Bambus, Pinie oder Pflaume. Sie heißen den Toshigami Gott, der den Menschen Glück und Wohlstand bringt, auch im Innern des Hauses mit Reiskuchen willkommen.

Einige Familien krönen Ihre Eingänge dann noch mit einem Shimenawa, also einem geflochtenen Seil aus Reisstroh ab.

Höflichkeiten im Detail

Und nicht nur diese Gottheit, sondern auch das neue Jahr selbst erhält, wie ganz natürlich seine Höflichkeitsform in der Ansprache.
Dies ist schon so in den Alltag und Sprachgebrauch übergegangen, dass es vielen gar nicht mehr auffällt. Besonders wichtig aber sind diese großen und kleinen Feste Japans. Auch sind weitere Eindrücke beschrieben.

Gerade hier ist der den Menschen und der Gesellschaft entgegen gebrachte Respekt mit vielen kleinen Gesten immer wieder erfrischend spürbar.

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