Japanische Hotels im Wandel

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Japanische Hotels auch Ryokan genannt, gehen in ihrer Zahl seit Jahren zurück. Dabei lässt sich diese Entwicklung bereits seit den 90er Jahren nachweisen.

Aber auch in den letzten 10 Jahren war kein Wandel in Sicht.

Wie aber verhält es sich mit eher westlichen Hotels in Japan? Einerseits sind dies international orientierte Hotelketten, andererseits solche, die eher auf dem japanischen Markt vertreten sind. Dabei sind viele bei uns kaum oder gar nicht bekannt, sind national trotzdem sehr populär.

Viele Namen sind in den letzten Jahrzehnten verschwunden. Nicht nur in bester Lage, sondern teils sogar mit englisch sprechendem Personal. Dabei war es mancherorts sogar möglich auf deutsch zu buchen. Sogar Toplagen wie der berühmten Ginza waren kein Schutz vor dem Aus.

 

Doch woran liegt das?

Die wenigsten können sich heute noch mit reinen Übernachtungen über Wasser halten. Vielmehr sind es die Einnahmen in Form von Events großer Firmen, Hochzeiten oder auch Tagungen. Doch dazu muss erst einmal Raum vorhanden sein, im wahrsten Sinne des Wortes. Jedoch wurde gerade das in der Vergangenheit oft vernachlässigt.

Aus diesem Grund wollen gerade größere Hotels heute beides. Sowohl die Feier mit Essen und weiteren Ausgaben einer Firma, sowie gleichzeitig auch die Zimmer für eben diese Gäste.

 

Ebenso japanische Hotels betroffen

Ähnlich steht es aber auch um die traditionelle Herberge, dem Ryokan oder auch Minshuku. Wenngleich auch aus einem anderen Grund. Traditionell sind diese in der Hand einzelner Familien. Oft sogar über Jahrhunderte hinweg. Während bei vielen der westlichen Hotels schlicht eine fehlende Auslastung zur finanziellen Schieflage führte, ist die Lage hier meist ganz anders.

 

Ländlich und trotzdem erfolgreich

Vor allem sollte man bedenken, dass viele der teils Jahrhunderte alten Häuser sehr auf dem Land liegen. Besonders deutlich wird dies bei einer noblen Adresse in Nagano. Dort kommt auf den Gast selbst von der nächsten Bahnstation noch 1 h  Anfahrt per Taxi zu. Dabei wird dieser aus unserer Sicht lange Weg von den Kunden, meist Japanern durchaus akzeptiert.

Darüber hinaus gibt es Herbergen im oberen finanziellen Segment, zu denen von Tokio aus gesehen mehr als 2 h Flug nötig sind. Danach nochmal ein Flug zu kleineren Inseln sowie zwei Bootsfahrten. Ist das Wochenende dann vorbei, geht das ganze genau so wieder zurück. Jedoch lieben Japaner die Lage, das Essen sowie besten Service.

 

Bleibende Werte und neue Perspektiven

Doch es gibt auch andere Beispiele. So können viele, gerade weil sie so ländlich gelegen sind, mit dem Angebot der Zentren nicht mehr mithalten. Zudem fehlt oft im Hinterland die berufliche Perspektive und das Freizeitangebot, das Städte wie etwa Osaka, Yokohama oder eben Tokio zu bieten haben. Von den schulischen oder beruflichen Aussichten ganz zu schweigen. So beklagen etliche, früher florierende Kurorte seit Jahren einen Rückgang der Einwohnerzahl.

Wie aber verhält es sich mit Herbergen im unteren Segment?? Viele Ferienregionen Japans bieten Minshukus mit recht günstigen Preisen. Zwar lassen diese den sonst üblichen Komfort oder das reichhaltige kulinarische Angebot vermissen, bieten aber dafür andere Vorteile. So sind sie oft in direkter Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu finden und sprechen so einen ganz eigenen Kundenkreis an.

 

Dazu noch einen weiteren Artikel über japanische Hotels.

 

 

 

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